DAS LAND

Die Nordatlantik-Insel Island mißt etwa 103.000 km2 und liegt größtenteils rund 500 m über dem Meeresspiegel. Die höchste Erhebung Hvannadalshnúkur ragt 2119 m auf und liegt in Europas größtem Gletscher Vatnajökull. Rund 11% der Insel sind von Gletschern bedeckt. Seine Lage auf dem Mittelatlantischen Rücken macht Island zu einem Hot Spot vulkanischer und geothermischer Aktivität: Während der letzten beiden Jahrhunderte brachen 30 Vulkane aus, die nach der letzten Eiszeit entstanden, und das natürliche heiße Wasser versorgt den Großteil der Bevölkerung mit günstiger, umweltfreundlicher Heizenergie. Islands Strom dagegen stammt von den Flüssen - eine preiswerte, umweltfreundliche Energiequelle.

BEVÖLKERUNG

Rund die Hälfte der 330.000 Einwohner Islands leben in der Hauptstadt Reykjavík und ihren Nachbargemeinden. Der internationale Flughafen liegt in Keflavík, rund 50km vom Hauptstadtgebiet entfernt. Islands Inland ist unbewohnt (und unbewohnbar), und die meisten Ortschaft liegen an der Küste.

SPRACHE

Island wurde im 9. Jahrhundert von Norwegen und den Britischen Inseln aus besiedelt - und nach dem Landnahmebuch ließ sich der erste dauerhafte Siedler, der norwegische Wikinger Ingólfur Arnarson, dort nieder, wo heute Reykjavík liegt. Noch heute wird die Sprache dieser ersten Landnehmer in Island gesprochen - allerdings mit einigen Aussprache- und natürlich auch Vokabeländerungen! Einige altnordische Traditionen sind nur noch in Island lebendig, beispielsweise die Sitte, vorzugsweise das Patronym an Stelle des Familiennames zu benutzen. Dem Namen - Vornamen - folgt die Herkunftsbezeichnung, d.h. Name des Vaters mit dem Suffix -son bei einem Sohn oder -dóttir bei einer Tochter. Beispiel: Guðrún Pétursdóttir (Guðrún, Tochter von Pétur). Weil sich das Patronym logischerweise im Laufe eines Lebens nicht ändert, ist Familienzusammengehörigkeit kaum am Namen zu erkennen.

Religion

Zur evangelisch-lutherischen Staatskirche bekennen sich rund 90% der Bevölkerung. Außer den zahlreichen evangelischen Kirchen hat Reykjavík eine römisch-katholische Kathedrale (Landakotskirkja) mit einer Messe an jedem Sonntag.

Geschichte

Im Jahr 930 n. Chr. gründeten die Siedler eine der ersten Nationalversammlungen der Welt. Damit setzte die Epoche des alten Freistaates ein, von der die Isländersagas berichten. Sie dauerte bis 1262, als Island seine Unabhängigkeit verlor. 1944 wurde die heutige Republik gegründet. Die 63 Mitglieder des Parlaments (Althingi) werden jeweils für vier Jahre gewählt. Auch der Staatspräsident wird im Turnus von vier Jahren gewählt. Im Juni 1996 trat Ólafur Ragnar Grímsson sein Amt an und wurde im Jahr 2000, 2004, 2008 und im Jahr 2012 wiedergewählt. Seine Vorgängerin im Amt war Vigdís Finnbógadóttir. Der Präsident hat keine Funktion in der Alltagspolitik.

Gesundheit

Die Lebenserwartung liegt mit 85 Jahren bei Frauen und 81 Jahren bei Männern an der Weltspitze, und das umfassende, staatliche Gesundheitswesen hat zum Ziel, daß dies so bleibt.

WIRTSCHAFT

Island ist Mitglied der EFTA und des Europäischen Wirtschaftsraums/EWR. Die isländische Wirtschaft ist nach wie vor deutlich vom Fischfang abhängig, trotz erfolgreicher Differenzierung, z.B. im Bereich des Tourismus und in der Energiewirtschaft. Die Fischerei bleibt der größte Devisenbringer, gefolgt vom Aluminium aufgrund der reichlich vorhandenen erneuerbaren Energiequellen, und dem Tourismus. Dennoch sind nicht mehr als 10% der Bevölkerung im Fischfang und der Fischverarbeitung tätig. Der Tourismus hat in den letzten Jahren ca. 25% der Devisen des Landes erwirtschaftet und ist für die Schaffung von Arbeitsplätzen, insbesondere in den Regionen ausserhalb der Hauptstadt, von enormer Bedeutung. Die Liberalisierung der Wirtschaft, der Ausbau der Energiewirtschaft und die Privatisierung des Finanzsektors in den 90-er Jahren haben Island über Jahre ein hohes Wirtschaftswachstum beschert.  Die riesige Expansion der isländischen Banken und die überwiegende Auslandsfinanzierung waren die Hauptursachen dafür, warum Island so hart und unmittelbar von der weltweiten Finanzkrise getroffen wurde.

Offizieller Name

Island.

Flagge

Blau mit rotem Kreuz, weiß umrandet. Die Farben sind symbolisch für Island: Rot steht für das Feuer des Vulkans,weiß für den Schnee und die Gletscher undblau für den Himmel über der Insel.

Bevölkerung

332.000 (Januar 2016). Durchschnittsalter: 37,2 Jahre.

Hauptstadt

Reykjavík. Die größten Städte neben Reykjavík* (120.000) sind Kópavogur* (32.000), Hafnarfjödur* (25.000), sowie Akureyri (18.000) und Reykjanesbær (14.000). *Städte im Umkreis der Hauptstadt

Regierung

Konstitutionelle, parlamentarische Republik.

Sprache

Isländisch, eine nordgermanische Sprache altnordischer Abstammung. Die Isländer sprechen und verstehen jedoch weitgehend auch Englisch.

Religion

Uberw. Evangelisch-Lutherisch

Währung

Isländische Krone - ISK ("Króna", Pl. "Krónur")

Zeitzone

Greenwich Zeit (GMT) ganzjährig.

Größe

103.000 km² (40.000 Quadratmeilen), größer als Ungarn oder Portugal und etwas kleiner als Kuba.

Gletscher

Die Gletscher Islands bedecken 11.922 km² (4.600 Quadratmeilen) der Insel. Europas größter Nationalpark, der Vatnajökull National Park, befindet sich auf Island.

Höchster Punkt

Der Gipfel Hvannadalshnjúkur mit 2.110 m.

Notfallnummer

112