Wo wir gerade von Schauplätzen fremder Welten sprechen: auch die beliebte HBO-Serie „Game of Thrones“ zeigt häufig Bilder aus Island. Die Szenen jenseits der Mauer werden vorwiegend in Island gedreht, aber die Isländische Natur kann auch in anderen Teilen von Westeros bewundert werden.

„Ich wollte in Island drehen, seit ich zum ersten Mal in den 90ern dort war. Das Land hat eine der einzigartigsten und inspirierendsten Landschaften der Welt“, sagt Regisseur Darren Aronofsky, dessen epische Geschichte über einen Archenbauer namens Noah (2014) in Island gedreht wurde. Aber Aronofsky ist nicht allein. Island lockt Filmemacher schon seit langer Zeit mit seiner Schönheit, den langen Stunden mit Tageslicht und den abwechslungsreichen Landschaften, in denen auf kurzer Distanz unterschiedliche Welten nachempfunden werden können.

Du erinnerst dich vielleicht an Clint Eastwoods episches Drama zum Zweiten Weltkrieg, „The Flags of Our Fathers“ (2006), in dem eine Seite im Kampf um Iwo Jima und die Männer, die in einer der bekanntesten Kriegsfotografien unserer Zeit verewigt wurden, begleitet werden. Der Film wurde fast vollständig auf der Halbinsel Reykjanes gedreht. Ein weiteres Beispiel ist der Film „Das erstaunliche Leben des Walter Mitty“ (2013) von Ben Stiller, der auch zum großen Teil in Island gefilmt wurde, wobei das Land Grönland, Afghanistan und den Himalaya (und natürlich auch Island selbst) repräsentierte.

Lara Crofts Abenteuer in „Tomb Raider“ (2001) spielten teilweise in Sibirien und die isländische Gletscherlagune Jökulsárlón diente als Drehort für die eisige Tundra. Auf der eisbedeckten Oberfläche dieser Lagune lieferte sich später auch James Bond in „Die Another Day“ (2002) eine Verfolgungsjagd, die Geschichte schrieb. Und auch in „Im Angesicht des Todes“ (1985) ist diese Lagune in der Öffnungssequenz zu sehen, in der Bond in einer wilden Flucht vor russischen Bösewichten sein Skitalent unter Beweis stellt. Im Jahr 2005 reiste ein zerlumpter Bruce Wayne in Christopher Nolans „Batman Begins“ nach Bhutan, um mit seinem Mentor und späterem Erzfeind Ra’s al Ghul und der Gesellschaft der Schatten zu trainieren.

Du hast es wahrscheinlich schon erraten: Diese Szenen wurden in Island gedreht und die große Kampfszene wurde in genau dieser Gletscherlagune gefilmt.

Auch andere Superhelden, wie Judge Dredd (1995) und Thor (2013 in „Thor: The Dark World“), hatten Drehorte in Island, aber die Landschaft dieser einmaligen Welt wurde auch im Sci-Fi-Genre kreativ dafür eingesetzt, fremde Planeten und eine postapokalyptische Erde darzustellen. „Prometheus“ (2013), Ridley Scotts Prequel zur Alien-Franchise, wurde zum großen Teil in Island gedreht; Kulisse für den besonders fesselnden Anfang war die Gegend beim Wasserfall Dettifoss. In dem Film „Oblivion“ saust Tom Cruise auf dem schwarzen Sand in Islands Landesinnerem entlang, das als eine Version von New England nach einem Atomkrieg diente. Auch Szenen von „Interstellar“ (2014) und „Star Trek: Into Darkness“ (2013) wurden in Island gedreht.

Und wo wir gerade von Schauplätzen fremder Welten sprechen: auch die beliebte HBO-Serie „Game of Thrones“ zeigt häufig Bilder aus Island. Die Szenen jenseits der Mauer werden vorwiegend in Island gedreht, aber die Isländische Natur kann auch in anderen Teilen von Westeros bewundert werden. Und nicht nur die Natur Islands ist Teil der Serie. Sowohl die isländische Band Sigur Ros als auch Hafthór Júlíus Björnsson, Anwärter auf den Titel des stärksten Mannes der Welt, waren vertreten.

Interessierte Besucher können bekannte Orte im ganzen Land erkunden, die auf einer Karte unter www.filminiceland.com eingezeichnet sind.